ANBAU

Roggen stellt hohe Anforderungen an das Saatbett. Es sollte gut abgesetzt, locker und feinkrümelig sein. Der Bestockungsknoten liegt beim Roggen nahe am Korn, deswegen beträgt die Saattiefe idealerweise 1 - 2 cm bei einem Reihenabstand von 12 15 cm. Bei einer frühen Aussaat liegt die Saatstärke bei 350 400 keimfähige Körner/m². Bei Frühsaaten oder hohem N-Angebot kann die Saatstärke auf bis zu 300 Körner/m² reduziert werden. Als Vorfrucht kommen alle Kulturen in Frage, die bis Ende Oktober das Feld räumen. Wegen der frühen Ernte des Grünschnittroggens (Anfang Mai) können noch ertragreiche Haupt- oder Zweitfrüchte angebaut werden. Allerdings muss eine ausreichende Wasserversorgung sichergestellt sein. Gerade Hirsen eignen sich gut, da diese aufgrund ihrer hohen Keimtemperatur nicht vor Mitte Mai gesät werden dürfen und deshalb durch die Vornutzung des Grünschnittroggens keiner Saatverzögerung unterliegen.

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Wegen seiner hohen Bestandesdichte und der daraus entstehenden Konkurrenzkraft ist bei Grünschnittroggen in der Regel kein Herbizideinsatz notwendig. Eine Herbizidbehandlung im Frühjahr ist auch nicht sinnvoll, da GSR geerntet wird bevor die meisten Unkräuter aussamen. Der Einsatz von Wachstumsreglern kann beim Anbau von GPS notwendig werden. Insbesondere auf Standorten mit hoher organischer Düngung, bei Vorfrüchten mit einer positiven N-Bilanz und nach sehr milden, wüchsigen Wintern.

Im Herbst können zur Gewährleistung einer gute Vorwinterentwicklung 30 40 kg N/ha (auch in Form von Gülle) gegeben werden. Im Frühjahr empfiehlt sich eine möglichst frühe Gabe von 100 150 kg N/ha um zu gewährleisten, dass genügend Biomasse aufgebaut wird. Insgesamt sollte mäßig gedüngt werden, da zu viel Stickstoff die Lagerneigung begünstigt.

Speziell auf unsere jeweiligen Sorten abgestimmte Anbauempfehlungen finden Sie bei den Sortenbeschreibungen.